Duell der Unizeitschriften

Nächstes Jahr erscheinen zwei neue Magazine von Studierenden der Uni Köln Von Maximilian Waclawczyk

Es geschieht nicht alle Tage, dass die journalistische Landschaft der Uni Köln eine neue studentische Zeitschrift bekommt. Anfang kommenden Jahres feiern jedoch gleich zwei aus studentischen Eigeninitiativen geborene Zeitschriften ihr Debüt: Sicht.Felder und meins. Beide wollen sich teils durch WerbepartnerInnen, teils über einen geringen Verkaufspreis finanzieren. Im Fall von Sicht.Felder entstand aus einer privaten Initiative heraus ein Netzwerk junger AutorInnen, die den Plan fassten, eine Zeitschrift auf die Beine zu stellen. Das Netzwerk soll stetig wachsen und wirbt deshalb über diverse Verteiler und Plakate um potentielle AutorInnen. »Wir wollen aus möglichst verschiedenen Fachrichtungen und von möglichst verschiedenen Universitäten rekrutieren«, sagt Redakteur David Birkenfurth, der an der Uni Köln Philosophie und Kunstgeschichte studiert. Die Möglichkeit, interdisziplinär auf verschiedene Fachbereiche zu blicken, soll Schwerpunkt der Zeitschrift sein. »Thematisch wird die Zeitschrift zwischen Feuilleton und Fachblatt liegen, um eine Verständlichkeit über die Fachgrenzen hinaus zu sichern«, sagt Birkenfurth. Sicht.Felder wird voraussichtlich ab Anfang 2008 zweimal im Jahr erscheinen. Auch die Konkurrenz gibt sich Mühe. Kunstvoll gestaltete Fotografien und ein modernes Layout prägen das Bild von meins. »Unsere Zeitschrift richtet sich bewusst an junge Studenten der Uni Köln«, sagt Patrick Hopfe, Autor der Zeitschrift im Bereich Kunst und Kultur. Interessierte sollen sich in den unterschiedlichsten Ressorts austoben können, der kreative Bereich soll allen künstlerisch Avancierten offen stehen. Auf regelmäßig stattfindenden Hauptversammlungen der einzelnen Ressorts werde beraten, was in der nächsten Ausgabe gedruckt werden soll, erklärt Hopfe. Die Zeitschrift meins soll im Laufe des ersten Jahresquartals und dann vierteljährlich oder öfter erscheinen. Wie es sich für beide Zeitschriften auswirkt, dass sie ihren Startpunkt zufällig in denselben Zeitraum gelegt haben und sich in Anspruch und Leserschaft sowie dem uninahen Veröffentlichungsbereich in weiten Teilen decken, wird sich zeigen. Eine Sache ist jedoch jetzt schon klar: Über einen Mangel an Lesestoff werden sich die Studierenden an der Uni Köln im nächsten Jahr nicht beklagen müssen.