Minderheit im Jemen attackiert

Von Laura Reina

Im Grenzgebiet zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien töteten Mitte Januar Kämpfer des jemenitischen Shoulan-Stammes Mitglieder der Houthis, einer schiitischen Minderheit aus dem Nordwesten des Jemen. Wie viele Menschen getötet wurden, ist noch unklar: Während das saudische Militär ihre Zahl auf mehrere Hundert schätzt, spricht die jemenitische Regierung von zehn Getöteten. Der Shoulan-Stamm gilt als regierungstreu. Die jemenitische Regierung unterstellt den Houthis, finanzielle und militärische Zuwendungen aus dem Iran zu erhalten. JemenitInnen übten bereits mehrere Angriffe auf Angehörige der Houthis aus. Vor einem Angriff im vergangenen Jahr behauptete die jemenitische Regierung, Houthis hätten eine deutsche Familien und einen Briten entführt. Angehörige der Minderheit wiesen den Vorwurf zurück.