Studium aus dem Kaffeeregal

Von Alexandra Streck

Seit Anfang November hat der Kaffeeröster Tchibo ein BWL-Studium im Angebot. Broschüren versprechen den KundInnen ein Studium an der privaten Fachhochschule Göttingen zum Schnäppchenpreis, wenn sie sich dort bis zum Jahresende einschreiben. Denn dann reduzieren sich die monatlichen Gebühren von 298 Euro auf 248 Euro. Auch die Aufnahmegebühren in Höhe von 650 Euro sollen dann entfallen. Mit dieser Werbekampagne will Bernt Sierke, Präsident der privaten Fachhochschule, auf seine Institution aufmerksam machen. Das Angebot richtet sich an Berufstätige, die sich nach Feierabend weiterbilden wollen. Für TrendforscherInnen ist diese Marketingstrategie Ausdruck einer zunehmende Privatisierung der Bildung. »Der Verkauf über Tchibo ist nur der Anfang« sagte Birgit Gebhardt vom Trendbüro, das sich mit der Zukunft der Bildung befasst, gegenüber tagesschau.de. Tchibo gibt an, mit der Aktion auf die Nachfrage der KundInnen nach Bildungsangeboten zu reagieren. Bereits im Frühjahr hatte Tchibo Nachhilfestunden vermarktet.